Dank Coronoa: Die Online-Erotikbranche boomt

Durch die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung gegen die Ausbreitung des COVID-19 Virus wurde in den vergangenen Tagen und Wochen das öffentliche Leben zu einem großen Teil zurückgefahren. Zwar ist das präventive Vorgehen von politischer Seite ein unausweichlicher und mehr als nur logisch nachvollziehbarer Schritt, um die Gesundheit seiner Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu wahren, dennoch aber beeinflussen diese staatlichen Interventionen viele Menschen weit mehr als gewollt.

Gerade die Wirtschaft leidet unter der aktuellen Situation massiv: Um die Wahrscheinlichkeit für mögliche Neuinfektionen möglichst gering zu halten, sind große Teile all derer Arbeitskräfte, die ihren Job auch von zu Hause per Homeoffice verrichten können, dazu angehalten dies auch zu tun. Branchenabhängig kann dies zu Beeinträchtigungen in unterschiedlicher Höhe führen. Jedoch schaden oder behindern die staatlichen Maßnahmen nicht alle Berufszweige, im Gegenteil: Es gibt Sektoren, die von der derzeitigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage sogar profitieren. Eine der Branchen, die derzeit stark lukrieren, ist das Erotikgewerbe. Camgirls, also Frauen die sich und ihren Körper ihren Kunden – überwiegend in Bezug auf sexuelle Aktivitäten – gegen Bezahlung präsentieren, gehören dabei zu der Berufsgruppe, die aktuell am meisten profitert. Für sie ändert sich der gewohnte Alltag und auch das Arbeitsleben in der Regel kaum.

Allerdings verspüren sie seit Tagen einen deutlichen Zuwachs an ihrem Kundenstamm und ihren Aufträgen. Der Grund dafür ist simpel: Das sexuelle Bedürfnis eines Menschen ist unabhängig von der politischen und gesundheitlichen Situation eines Landes. Aufgrund der derzeit vielerorts vorherrschenden Ausgangssperren ist es vielen Menschen aufgrund der unüberwindbaren räumlichen und in Verordnungen vorgeschriebenen Distanz nicht erlaubt, ihren Sexualpartner zu treffen. Auch Bordelle und andere Einrichtungen, die natürliche menschliche Triebe und Sehnsüchte befriedigen, unterliegen den staatlichen Vorschriften und müssen weiterhin geschlossen bleiben. Die Nutznießer und Nutznießerinnen der Lage sind nun eben all diejenigen, die in diesem Geschäftsbereich tätig sind und ihren Job per Heimarbeit ausüben können: Camgirls und Erotikdarstellerinnen. So auch die 29-jährige unter dem Synonym arbeitende “Anni Angel” aus Lübeck.

Sie verdient durch den Dreh von Pornofilmen und als Erotikdarstellerin in Camshows, die sie unter anderem auch auf ihrer Webseite und ihren Accounts in den sozialen Netzwerken bewirbt. Auf Twitter empfiehlt Anni Angel möglichen Neukunden gleich beim Klick auf ihr Profil mit ihrem Accountbild eine kostenlose Liveshow zum Austesten ihres Angebots. Genaue Daten zum Verdienst solcher Frauen sind abhängig von der Zahl ihrer Kunden, dementsprechend dürfte das Einkommen derzeit vergleichsweise hoch ausfallen, wenn auch wahrscheinlich Überstunden aktuell nicht zu vermeiden sind. Insgesamt können sich Camgirls und andere Erotikdarsteller im Onlinesegment über die Pandemie ausgelöst durch COVID-19, zumindest im Hinblick auf ihre berufliche Situation, wohl eher nicht beklagen.

Trotz des Zuwachses an Kunden würden sich dennoch vermutlich auch die in diesem Sektor beschäftigten Arbeitskräfte über ein baldmögliches Ende der Corona Pandemie wünschen, um selbst wieder soziale Kontakte pflegen zu können, die auch für das Geschäft nicht ganz unabdingbar sind.

Geräte, die man sich ohne Touchscreen kaum mehr vorstellen kann

Handy - Smartphone mit Touchscreen

Es gab sie mal. Die Mobiltelefone mit Tasten. Wir drückten auf eine Taste und fühlten, wie sie sich unter unserem Daumengewicht nach unten drückte. Wenn auf unseren Tastendruck hin nichts passierte, drückten wir fester. Handys mit physischen Tasten sind aus unserem Alltag so gut wie verschwunden. Bei manchen Smartphones kann man sich das alte Gefühl der physischen Reaktion auf unseren Fingerdruck zurückholen, indem der Vibrationsmodus eingeschaltet wird. Das Handy vibriert dann leicht, sobald wir auf dem Bildschirm auf eine Stelle drücken. Richtige Tasten werden aber wohl kaum ein Revival erleben. Zu intuitiv ist die Bedienung über den Bildschirm mittlerweile.

Doch auch jenseits der Telefone sind Geräte mit Tasten immer weniger in unserem Alltag vorhanden. Im Gegenteil gibt es Geräte, bei denen wir uns kaum mehr vorstellen können, dass sie jemals ohne einen bedienbaren Bildschirm funktioniert haben.

Die ersten E-Book-Reader zum Beispiel hatten unten Tasten, mit denen man das Buch aussuchen und dann die Seiten vor und zurück blättern konnte. Heutzutage dagegen ist es Standard, dass ein E-Book-Reader selbstverständlich über einen Touchscreen verfügt.

Gleiches gilt für mobile Navigationsgeräte: Früher kamen diese häufig mit einer Tastatur oder einer Art Joystick. Mittlerweile bieten kaum noch Anbieter ihre Navigationsgeräte ohne Touchscreen an.

Doch auch größere Gegenstände sind heutzutage häufig mit einem Touchscreen ausgerüstet, während wir bis vor einigen Jahren noch Knöpfe drücken mussten: Hierzu zählen zum Beispiel verschiedene Automaten. Ob es um die Buchung eines Zugfahrscheines oder das Lösen eines Parkscheines geht: Häufig werden hier heutzutage bereits Touchscreens eingesetzt.

Bankautomaten zählen ebenfalls zu den Geräten, die bequem über die einfache Berührung des Bildschirms zu bedienen sind.

Selbst Pfandautomaten haben heutzutage immer seltener Knöpfe, sondern ein kleines Touch-Display, das den Befehl weitergibt, den Pfandbon auszudrucken.

Wann haben Sie das letzte Mal ein Paket entgegen genommen? Häufig unterschrieben Sie den Erhalt des Paketes auf einem Berührungsfeld.

Die Entwicklung hin zu weniger Tastaturen, Joysticks und Knöpfen hin zu immer mehr Geräten, die direkt durch einen Fingerdruck auf den Bildschirm zu bedienen sind, wird in Zukunft wohl noch weiter zunehmen. Der Grund dafür ist einfach: Immer genauer können die Bildschirme unsere Berührung in einen Datenimpuls umsetzen. Die Möglichkeiten von modernen Bildschirmen lassen sich fast in allen Bereichen nutzen: Küchengeräte, Autos, Getränkeautomaten – der Fantasie der Entwickler sind keine Grenzen gesetzt.

Wer weiß: Wenn die Entwicklung weiterhin so schnell fortschreitet, werden wir bald vielleicht den sprichwörtlichen Roten Knopf in ein Rotes Bedienfeld umtaufen müssen, damit nachfolgende Generationen verstehen, was wir damit meinen.