Leben potente Männer wirklich besser?

Es ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema, welches überwiegend die Männerwelt immer wieder aufs Neue beschäftigt. Lässt sich die wahre „Manneskraft“, tatsächlich an der eigenen Potenz festmachen? Nur wer immer und überall kann, steht seinem Mann. So lautet die Devise.

Leider glauben tatsächlich sehr viele Männer, dass es neben der Größe auch auf die nötige Potenz ankommt. Ein längst überholter Irrglaube. Denn Frauen lieben bei weitem nicht nur die ausgeprägte Potenz an ihren liebsten. Viel wichtiger sind außerdem Treue, Ehrlichkeit, Feingefühl, Verständnis und eine gelegentliche Portion Romantik. Ganz im Ernst: Welche Frau tatsächlich die Liebe ihres Mannes von seiner Potenz abhängig macht, auf jene kann im Vorfeld guten Gewissens verzichtet werden.

Dieser permanente, innere Druck führt unter anderem dazu, dass es aufgrund der kreisenden Gedanken um dem „besten Freund“ nicht immer wie auf Knopfdruck hin klappt. Dafür müssen nicht zwingend medizinische Gründe verantwortlich sein. Denn was nach wie vor massiv von der Gesellschaft unterschätzt wird: Die Psyche! Und jene ist unter anderem sehr stark mitbeteiligt, wenn es um die sexuelle Erregung geht. Wer bitte kann sich schon guten Gewissens fallen lassen, stets mit der Angst im Hinterkopf, seinem Mann nicht stehen zu können? Die Liebste zu enttäuschen und sich aufgrund dessen höchstwahrscheinlich zu blamieren? Mal ehrlich, wer kann da bitte noch…?!

Es gibt inzwischen Mittel und Wege, der natürlichen Potenz ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die kleinen blauen Pillen, welche regelmäßig im Schlafzimmer zum Einsatz kommen. Doch warum nehmen Männer Viagra? Ganz klar, um auf gut deutsch gesagt einen hoch zu kriegen. Mit vollständiger Sicherheit und ohne Kompromisse. Doch benötigt es tatsächlich stets diese Hilfestellung? Wäre nicht ein klärendes Gespräch mit der Partnerin (oder dem Partner, je nachdem) ab und an von sinnvollerer Natur? Herrscht dicke Luft, so ist es doch nur verständlich, dass die Gedanken nicht frei und der kleine Freund nicht so wirklich auf der Höhe zu sein scheint. Ein Mann ist schließlich auch keine emotionslose Maschine, auch wenn dies der eine oder andere gerne von sich zu behaupten versucht. Schwächen einzugestehen, gilt nach wie vor als unmännlich. Genauso wie die Tatsache, dass es mit der Potenz auch eine Frage der Tagesform mit sich bringt.

Jeder Mann ist individuell. Wie oft und wie lange er kann, sollte nicht zu jenen Standpunkten aufgelistet werden, welche ihn als ganzen Menschen bewerten. Ob sehr potente Männer tatsächlich ein besseres und auch ein mehr erfülltes Leben führen, bleibt fraglich. Möglicherweise ist deren Liebesleben regelmäßig auf der Höhe, andere Aspekte ihres Lebens könnten aber durchaus auf der Strecke bleiben..